Unsere Farben oder keine!


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„Provokationen sind bewusst eingestreut“

MFA. Wohl kein anderes Buchstabenkürzel sorgt derzeit für mehr Gesprächsstoff rund um den Betzenberg. Die Diskussion um Sinn und Nutzen der Megafonanlage ist zwar wahrlich keine neue, doch scheint sich der Protest gegen die Anlage im Laufe der letzten Wochen und Monate konzentriert zu haben. Während viele Befürworter die Megafonanlage als einzige Möglichkeit erachten, um die Stimmung auf der zur Heim-WM ausgebauten Westtribüne zu koordinieren, sehen die Gegner in der Anlage ein Diktaturinstrument der Ultragruppen und fühlen sich von diesen bevormundet. Ihr Protest richtet sich nach eigenen Angaben zudem gegen spielunabhängigen Dauersupport und Sichtbehinderungen durch das Schwenken von Fahnen. Unter dem Namen „Die Stimme der Kurve“ schließen sich nun zuvor eher heterogen organisierte, unstrukturierte Einzelgruppen zusammen und machen öffentlichkeitswirksam mobil.

Einer der Initiatoren dieser Bewegung ist Jens Bockmühl-Schmiedel. Der erste Vorsitzende der „Muko-Teufel“ unterstützt mit seinem Fanclub nicht nur den 1. FCK, sondern auch die Mukoviszidose e.V. sowie an Mukoviszidose erkrankte Menschen. Beim Heimspiel gegen den FC Erzgebirge Aue sorgte er mit einer Zaunfahne für Aufsehen. Durch die Aufschrift “Stimmungsdiktatur beenden! Megafon aus!” erzeugte er genau jenes weithin tönende Echo, welches er sich wohl insgeheim erhofft hatte.

Im folgenden Gespräch erklärt er seine Motivation, beschreibt die Ziele der Bewegung und bezieht deutliche Position gegenüber den Ultragruppen.

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