Unsere Farben oder keine!

Die Suche nach dem perfekten System

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Masse statt Klasse?

Zweifelsohne besitzt der 1. FC Kaiserslautern Spieler, die in der zweiten Liga zur Oberklasse gehören. Spieler, die auch in der ersten Liga zu Leistungsträgern reifen könnten. Allerdings muss sich das System dem Spielermaterial anpassen. Und genau hier hakt es noch an manchen Stellen. Es gibt  Stärken und Schwächen, die noch nicht optimal ausgeglichen sind.

Die Schaltstelle der Mannschaft ist das defensive Mittelfeld. Der Motor sozusagen. Stottert dieser, kommt das ganze Spielsystem zum Erlahmen. In dieser Saison herrscht hier ein Überangebot an Spielern. Doch ist es nur ein Überangebot an Quanti- oder auch Qualität?  Im Folgenden werden die einzelnen Kandidaten etwas genauer beleuchtet.

Ruben Jenssen:
Stärken:  Seine Ballbehauptung, Übersicht und Passgenauigkeit sind bisher sehr überzeugend. Bestes Beispiel ist sein öffnender Pass auf Zoller vor dem 4:0 gegen den FSV Frankfurt.
Schwächen: Läuferisch, besonders bei Temposprints nicht in bester Verfassung.

Markus Karl:
Läuferisch eine Klasse für sich, Kopfballstark, spielerisch allerdings limitiert. Bei Balleroberung spielt er eher den kurzen Sicherheitspass zum Nebenmann als mutig mit erhobenem Kopf den direkten Gegenangriff einzuleiten.

Ariel Borysiuk:
Unsere Meerjungfrau ist ein klassisches Zweikampfmonster. Ist unter Runjaic aber momentan nicht einmal im Kader. (Siehe: http://maxbialeck.wordpress.com/2013/12/07/die-personalie-ariel-b/). Läuferisch ist Borysiuk nicht so stark wie Karl. Dafür besitzt er eine hohe Spielübersicht und eine „Waffe“: Seine öffnenden Diagonalpässe.

Alexander Ring:
Der junge Finne ist schnell, technisch versiert, aber (noch) nicht mit dem Blick für den richtigen Pass ausgestattet. In Gladbach nie an Patrick Herrmann vorbeigekommen, hat Ring in Kaiserslautern auf jeden Fall das Potenzial zum Stammspieler.

Enis Alushi:
Nach seinem schweren Kreuzbandriss ist er erst seit ein paar Spielen wieder dabei, knüpft seitdem aber fast übergangslos an seine guten Leistungen aus der Hinrunde der vergangenen Saison an.

Bei dieser Auswahl ist es im 4-4-2 schwer, die richtige Mischung zu finden. Aber Genau hier liegt das derzeitige Problem. Will man die Stärken einer Mannschaft auf den Platz bringen, muss man das System den Stärken der Einzelspieler anpassen.

Man nehme also die Kopfballstärke von Karl, füge die Zweikampfstärke von Borysiuk hinzu und mische dies mit der Spielübersicht von Alushi und kreiere eine ausgeglichene Spielzentrale:

——————-Zoller——————
Gaus—————Alushi————–Ring
———Karl—————Borysiuk——-
Löwe———-Torrejon——-Simunek——–Matmour
——————–Sippel—————–

Das ganze liest sich dann heutzutage wie ein 4-2-3-1. Im eigentlichen Sinne  spielt es sich allerdings eher wie ein 4-3-3. Nämlich so:

Gaus—————Zoller————–Ring
———Karl—–Alushi—-Borysiuk——-
Löwe———Torrejon——-Simunek——–Matmour
——————–Sippel—————–

Damit wäre die Zentrale ausgerüstet mit schlagkräftigen Möglichkeiten auf allen Positionen.

Jetzt ist es wichtig, gegen Gegner die tief stehen, das Spiel über die Außen aufzubauen – besonders in der zweiten Liga. Links arbeitet mit Marcel Gaus ein noch nicht konstanter, aber vor allen Dingen schneller Mann, der gerne bis zur Grundlinie geht um dann die direkte Flanke in den Strafraum zu suchen. Diese Spielweise muss über rechts genau so funktionieren.

Hier kommt ein Mann ins Spiel, der schnell ist, technisch beschlagen und im direkten Eins gegen Eins immer die Chance hat bis an die Grundlinie zu ziehen. Alexander Ring, schafft es im defensiven Mittelfeld nicht, seine Fähigkeiten vollends auszuspielen. Er wäre auf dem rechten Flügel wesentlich besser aufgehoben.

Wir brauchen ein breites Spiel.

Die Spielidee

In der Defensivbewegung werden die Außenverteidiger von Karl, beziehungsweise auf der anderen Seite von Borysiuk unterstützt. Alushi bleibt zentral, gilt als Anspielstation für das unter Runjaic stark verbesserte Umschaltspiel und blockiert den zentralen Pass zurück. Unterstützung bekommt er dabei vom Außenspieler, dessen Seite bespielt wird. Der andere verschiebt und lauert. Der jeweilige Außenverteidiger verschiebt ebenfalls. Die Außen – Gaus und Ring- halten ihre Positionen an der Offensivgrenze.

Beispiel: Der Gegner greift über unsere linke Seite an (Gegner = X):

———-Zoller—————-Ring——-
Gaus—————————————
—X———–Alushi———————–
——-Karl——–Borysiuk——-Matmour–
Löwe———Torrejon——-Simunek————
——————–Sippel—————–

Bei Balleroberung sind sowohl Alushi als auch Borysiuk in der Lage, mit einem einzigen Pass auf die andere Seite, über Matmour und Ring ein Umschaltspiel einzuleiten.

In der Offensivbewegung sieht die Aufteilung ähnlich aus. Zug zur Grundlinie, die andere Seite verschiebt, beziehungsweise der zweite Außenspieler schiebt in die Mitte. Karl bleibt als laufstärkster Spieler im defensiven Mittelfeld und sichert gegen den aufrückenden Außenverteidiger ab. Sowohl Borysiuk als Distanzschütze als auch Alushi für den schnellen „tödlichen“ Pass sind an der Strafraumgrenze.

Hier der Angriff über Rechts mit Ring am Ball:

————Gaus———Zoller———-
————————————–Ring
—————————–Alushi—–
————–Borysiuk—————-Matmour
——Löwe———————-Karl—–
—————Torreon——-Simunek——–
——————–Sippel—————–

Bei der neuen Spielanlage sollen die, die es am besten können, ihre Schnelligkeit ausspielen und zur Grundlinie gehen, was wir in den letzten Jahren viel zu selten gesehen haben. Die Außenverteidiger rücken zwar mit auf, sind aber eher für den zweiten Ball aus dem Halbfeld zuständig, nicht wie bisher die „erste Wahl“ beim initiieren eines Angriffes. Dies verleiht den Außenverteidigern bei Ballverlust zusätzlich mehr Möglichkeiten einen Gegenangriff über die Außen zu unterbinden, weil sie nicht hoffnungslos weit in der gegnerischen Hälfte stehen.

Wird der Angriff im ersten Versuch abgewehrt, wird ein Handballspiel aufgezogen. Karl bleibt als absichernder Defensivspieler  hinten, während die Außenverteidiger aufrücken um die Position des in die Mitte gerückten Außenstürmers zu übernehmen. Dadurch können Gaus, Zoller und Ring in der Box rotieren, Alushi spielt die klugen Pässe, während Ariel auf die zweiten Bälle wartet.

Kritiker des Systems könnten sagen, dass so ein Platz im Sturm „verloren“ geht. Gaus und Ring fungieren aber – wie oben beschrieben – eher als Außenstürmer im 4-3-3 .

Bei Rückstand wird die defensive Absicherung gelockert, sprich Karl ist erster Kandidat für einen Wechsel. Der Stürmertyp Idrissou/Occean kommt rein und rückt auf die zentrale Stürmerposition (11). Der  bisherige Stürmertyp Zoller wandert auf die Position dahinter (9). Borysiuk und Alushi treiben an, spielen Motor. Will man dem ganzen einen Namen geben, dann ist es ein 4-2-4 oder 2-4-4.

Die Brechstange.

Gaus——–Mo/Occean—————-Ring
——————–Zoller——–
——————————————
————–Borysiuk——Alushi——–
Löwe———————————–Matmour
—————Torrejon——-Simunek——–
——————–Sippel—————-

Zusammengefasst kann man sagen:

Stärke die Mitte, um die Außen zu stärken.

Feinheiten

Im Sturm bleibt die Grundsatzfrage, Idrissou oder Zoller. Hier kann man dann je nach Situation variieren. Braucht man die Kopfballstärke von Idrissou, spielt er. Will man wirbeln, kommt Helikopterstürmer Zoller. Die Grundidee bleibt die selbe.

Zum Abschluss noch eine Übersicht von Spielern, die  Positionen doppelt besetzen können.

Gaus/Fortounis –Zoller/Wooten bzw. Mo/Occean — Ring/Riedel
———Karl/Zellner—–Alushi/Jenssen—-Borysiuk/Orban——-
Löwe/Zimmer–Torrejon/Heintz–Simunek/Orban–Matmour/Dick
————————————-Sippel———————————

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